Berufsunfähigkeit2017-06-09T23:32:54+00:00

Berufsunfähigkeit

Mängel der Absicherung der Berufsunfähigkeit im Versorgungswerk der Rechtsanwälte

Die Absicherung des Risikos der Berufsunfähigkeit durch das Versorgungswerk für Rechtsanwälte wird durch folgende Regelung entscheidend geschwächt. Berufsunfähigkeitsrente auf Dauer bzw. auf Zeit erhält nämlich nur das Mitglied, das einerseits die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen erfüllt und das seine berufliche Tätigkeit als Rechtsanwalt durch Rückgabe seiner Zulassung einstellt oder eingestellt hat.

Diese Bestimmung stellt eine harte Restriktion dar. Gefordert wird die vollständige Liquidation des Berufsweges, für den man sich seinerzeit entschieden hat. Alle Zeit, aller Aufwand, alle Kosten und Mühen, die mit dem Studium der Rechtswissenschaft verbunden waren, stehen damit zur Disposition. Die erworbenen Zusatzqualifikationen, Abschlüsse im Ausland oder eine teuer bezahlte Weiterbildung zum Fachanwalt werden im engeren Sinne nutzlos. Was das Versorgungswerk eine Berufsunfähigkeitsrente nennt, ist faktisch eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Leistungen erhalten nur diejenigen, die ihrem bisherigen Beruf entsagen.

In der Konsequenz heißt das: Rechtsanwälte, die noch teilweise arbeiten können, sind durch das Versorgungswerk nicht adäquat abgesichert. Die Alternative ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit voller Leistung bereits ab 50% Berufsunfähigkeit. Nähere Einzelheiten finden Sie hier.

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