Die 10 Erfolgsfaktoren für den Existenzgründer

  1. Wille zum Erfolg: Der erfolgreiche Existenzgründer scheut keinen Aufwand. Er muss bereit sein, 50 bis 60 Stunden pro Woche zu arbeiten und anfangs auch auf seine Ferien zu verzichten. Dazu benötigt er die Unterstützung seiner Familie.
  2. Selbstvertrauen: Nur wer an sich glaubt, setzt sich durch. Dazu gehört auch Optimismus und der Glaube an die Zukunft. Der Junganwalt sollte sich durch Kontaktfreude auszeichnen und gesunde Menschenkenntnis im Umgang mit seinen Mandanten mitbringen. Ein Existenzgründer muss sich den Herausforderungen und ständigen Veränderungen stellen und darf an Fehlschlägen nicht verzweifeln. Er muss bereit sein, seine Probleme mit Kollegen und Fachexperten zu diskutieren und darf nicht den Fehler machen, alles alleine lösen zu wollen. Einzelgängern fehlt oft die kritische Distanz zu ihren Projekten. Die sich anschließende Pleite ist dann vorprogrammiert.
  3. Klares Konzept: Das Geschäftskonzept muss stimmen. Der Kanzleigründer muss wissen, wie er sich einen eigenen Mandantenstamm systematisch aufbaut und sich gegenüber der Konkurrenz behauptet. Er sollte die örtlichen Marktverhälnisse kennen und sich durch die Qualität seiner Dienstleistung und besonders engagierten Service von anderen Anwälten unterscheiden. Durch clevere Vertriebswege weiß er, neue Mandanten zu gewinnen und sich nicht nur auf die Empfehlungen seiner bestehenden Mandantschaft zu verlassen.
  4. Geschäftsplan: Der Geschäftsplan ist der Leitfaden für den Existenzaufbau. Dieses Instrument, das immer den neuesten Entwicklungen angepasst werden sollte, ermöglicht eine systematische Vorgehensweise und die frühzeitige Erkennung von Problemen, damit rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können.
  5. Exakte Finanzkontrolle: Der Junganwalt muss damit rechnen, dass sich der Erfolg nicht immer so schnell einstellt wie gewünscht. Deshalb dürfen die Finanzmittel nicht zu knapp bemessen sein. Die Finanzierung der Existenzgündung muss sich daher auch nachträglich der Entwicklung anpassen können und variabel und flexibel sein. Das Dilemma des Junganwaltes ist, dass er zumeist über betriebswirtschaftliche Kenntnisse nicht oder nur unzureichend verfügt. Eine kontinuierliche Begleitung des Unternehmensberaters sollte daher über die eigentliche Phase der Existenzgründung hinaus gewährleistet sein, und der Junganwalt sollte sich nicht scheuen, hierauf zurückzugreifen. Viele Existenzgründer zweigen zu früh und zuviel Geld für private Zwecke ab, anstatt erwirtschaftete Gewinne wieder in die Kanzlei zu investieren. Eine fehlende Finanzdecke führt unweigerlich zu Problemen. Eine strenge Finanzkontrolle ist daher von Anfang an vonnöten.
  6. Gezieltes Marketing: Nach allgemeinen Statistiken verschwindet ein Drittel der Existenzgründer wieder vom Markt, weil es beim Marketing hapert. Ein dilletantischer Marktauftritt untergräbt die Glaubwürdigkeit. Die Mandanten bleiben weg, weil sich derartige Fehler schnell herumsprechen und das Vertrauen untergraben. Nur wer ein klares Konzept hat, wie er seine Dienstleistung auf den Markt bringt, kann es schaffen.
  7. Managementunterstützung: Der Erfolg eines Junganwaltes steigt, wenn er auf das Wissen erfahrener Berater und erfolgreicher Anwaltskollegen zurückgreifen kann. Diese können dem Junganwalt auch Türen öffnen, die sonst verschlossen blieben. Wichtig ist auch die Einführung eines Controlling-Systems. Wer hierauf verzichtet, bemerkt Fehlentwicklungen zu spät und kann keine Gegenmaßnahmen ergreifen.
  8. Personalpolitik: Wer die falschen Mitarbeiter einstellt, verliert schnell viel Geld. Eine kluge Personalpolitik ist daher besonders wichtig. Die Personalkosten sind als größter Kostenfaktor besonders kritisch zu kalkulieren. Sie müssen sich so bald wie möglich armortisieren. Hierzu gehört auch eine kluge und sensible Personalführung. Hierdurch kann eine besondere Motivierung der Mitarbeiter erreicht werden. Diese ist auch deshalb vonnöten, weil qualifiziertes Personal gegenüber besseren Verdienstmöglichkeiten in anderen Dienstleistungsbereichen sich nur dann halten läßt, wenn es sich auf seinem Arbeitsplatz besonders wohl fühlt. Andererseits darf eine Kontrolle bei der Personalführung nicht unterbleiben, weil sonst sehr schnell gefährliche Schieflagen die eigenen Existenz bedrohen können.
  9. Kooperation: Niemand ist auf allen Gebieten Spitze. Der Aufbau eines Netzwerkes von Kooperationen öffnet einem Junganwalt Zugang zu zusätzlichem Know-How, das sonst teuer bezahlt werden müsste.
  10. Zukunftsplanung: Niemand sollte sich auf seinem Erfolg ausruhen und die Konkurrenz unterschätzen. Mandantenabwerbung war schon immer an der Tagesordnung. Nur der zufriedene Mandant ist hiergegen immun. Neue Marktchancen dürfen nicht verschlafen werden ebenso wie Entwicklungen, die den Berufsstand besonders betreffen. Kontinuierliche Fortbildung ist daher ebenso erforderlich wie systematische Informationsbeschaffung aller für den eigenen Anwaltsberuf relevanten Bereiche.

Es gibt machmal „Probleme bei der Beantragung öffentlicher Fördermitttel“

By | 2017-06-09T23:55:17+00:00 Mai 29th, 2017|Existenzgründung|0 Comments