Dreistufenplan zur Dokumentation

Stufe 1 ist die Aktennotiz.

Sie wird nach dem Gespräch verfasst und zur Akte gelegt. Sie eignet sich als Gedächtnisstütze und kann im Haftpflichtprozess einen ersten Anschein erwecken.

Stufe 2 ist der Mandantenbrief.

Der Anwalt fasst den Gesprächsinhalt als Protokoll zusammen und schickt es dem Mandanten möglichst so schnell, dass dieser noch Stellung nehmen kann, bevor wesentliche Rechtshandlungen stattfinden. Alternativ hierzu: Ein persönliches Schreiben an den Mandanten, in dem der Gesprächsinhalt inklusive einer Risikoerörterung wiedergegeben wird. Dies wirkt positiv, weil dem Mandanten so die Leistung des Anwalts verdeutlicht und zugleich der Protokollstil mit seiner Schärfe vermieden wird.

Stufe 3 ist das vom Mandanten gegengezeichnete Protokoll.

Dies sollte nur im Extremfall eingesetzt werden, wenn z.B. der Mandant eine aussichtslose Klage unbedingt einreichen will und dabei noch ein hoher Streitwert mit entsprechendem Kostenrisiko vorliegt. Ein solches Protokoll besitzt volle Beweiskraft. Will der Mandant nach verlorenem Prozess den Anwalt in Anspruch nehmen, schwinden seine Erfolgsaussichten drastisch.

Von |2017-05-29T21:26:42+00:00Februar 5th, 2015|Rechtsprechungen u.a. Hinweise|0 Kommentare

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